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Gedenkstätte der Skagerrakschlacht

Der Gedenkpark für die Skagerrakschlacht liegt in den Dünen westlich der Stadt Thyborøn, direkt an der Nordsee. In einem einzigartigen Landart-Werk wurde hier ein Denkmal für die 8.645 deutschen und britischen Seeleute errichtet, die in einer Seeschlacht ums Leben kamen, die bis heute als die größte der Welt gilt: die Skagerrakschlacht.

Die Seeschlacht, die sich entlang der gesamten jütländischen Westküste von Hanstholm bis Blåvandshuk erstreckte, fand am 31. Mai und 1. Juni 1916 statt. Auf britischer Seite nahmen 149 Schiffe mit etwa 52.500 Mann teil, auf deutscher Seite 101 Schiffe mit rund 37.500 Mann an Bord.

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Die beiden Flotten – die britische Grand Fleet unter Admiral John Jellicoe und die deutsche Hochseeflotte unter Admiral Reinhard Scheer – trafen am Nachmittag des Mittwochs, dem 31. Mai 1916, aufeinander. Auslöser war das dänische Handelsschiff N.J. Fjord, das vom deutschen Kreuzer Elbing gesichtet wurde. N.J. Fjord musste stoppen, wobei eine weiße Dampfwolke entstand, die vom britischen Kreuzer Galatea gesehen wurde.

So trafen die beiden Flotten aufeinander. Während N.J. Fjord genug Dampf aufbaute und unversehrt entkam, begann das Feuergefecht. Es war so heftig, dass man das Donnern der Kanonen weit ins Landesinnere von Jütland hören konnte. Nach etwa 12 Stunden waren 25 Schiffe versenkt – und 8.645 Seeleute gefallen.

Die Schlacht wogte hin und her, verlagerte sich jedoch allmählich nach Süden in deutsche Gewässer, bis sich die deutsche Flotte schließlich vollständig zurückzog. Wer gewann die Schlacht? Die Briten erlitten die größten Verluste an Schiffen und Mannschaft, doch die deutsche Flotte wagte sich nie wieder in die Nordsee.

Großbritannien blockierte die Versorgung Deutschlands mit Rohstoffen und Lebensmitteln. Da Deutschland keinen schnellen Sieg an Land erringen konnte, wurde diese Blockade kriegsentscheidend. Deutschland versuchte mehrmals, sie zu durchbrechen, und reagierte mit dem uneingeschränkten U-Boot-Krieg – jedoch erfolglos. Großbritannien behielt die Seeherrschaft und gewann somit den Krieg.

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Der Gedenkstätte

Der Gedenkpark für die Skagerrakschlacht unterscheidet in seiner Gestaltung nicht zwischen der britischen und der deutschen Marine. Die Grundidee des Projekts war es, ein gemeinsames Gedenken auf neutralem Boden nahe dem Gewässer zu schaffen, in dem die Schlacht stattfand.

Der Park wurde am 1. Juni 2016 zum 100. Jahrestag der Skagerrakschlacht eröffnet.

Der Gedenkpark ist ein einzigartiges Kunstwerk im monumentalen Maßstab. 25 Granitsteine in unterschiedlicher Höhe – bis zu 3,5 Meter – wurden aufgestellt, jeweils einer für jedes versenkte Kriegsschiff. Ihre Anordnung entspricht der Position der Wracks auf dem Meeresboden. Jeder Stein trägt den Namen des gesunkenen Schiffs und eine Angabe darüber, wie viele Seeleute bei dessen Untergang ums Leben kamen. Um die Steine herum stehen ein Meter hohe Betonfiguren, die die Matrosen darstellen, die auf dem jeweiligen Schiff starben.

Das Werk wurde vom Künstler und Bildhauer Paul M. Cederdorff geschaffen. Zur Eröffnung des Parks erklärte er „warum der Gedenkpark in Thyborøn so aussieht, wie er aussieht“:

„Der Gedenkpark soll als lebendiger Organismus verstanden werden – der Natur ausgeliefert und in ständigem Wandel. Steine und Figuren werden mit der Zeit ihre Farbe ändern – beeinflusst vom Wetter. Sie sind Sonne, Wind, Regen und schleichendem Sand ausgesetzt. Sandgestrahlt und ständig im Wandel reflektieren sie das Licht und fügen sich in die karge, kraftvolle Landschaft ein, die eine Verbindung zwischen Natur und Geschichte schafft.

Die Steine sind ursprünglich durch gewaltige geologische Kräfte der Erde geformt worden. Sie wurden aus der mütterlichen, ewigen Ruhe des Gebirges durch menschliches Handeln entfernt. In ihrem rohen geologischen Ausdruck und den Spuren menschlicher Bearbeitung erzählt jeder Stein seine dramatische Geschichte über das zerschossene und versenkte Kriegsschiff, das er symbolisiert – auf dem 8.645 deutsche und britische Seeleute im Frühjahr 1916 in einer Seeschlacht in der Nordsee ihr Leben verloren.

Die Figuren stehen in minimalistischer Schlichtheit – die Bewegung der Linien, das Spiel des Lichts, das das Material zu einer erkennbaren menschlichen Gestalt formt. Die kleinste Veränderung im Licht erzeugt den Eindruck eines Menschen – verschwommen im Fluss der Zeit – und doch entsteht eine Nähe, die das Erlebnis in die Gegenwart rückt.“

— Paul Cederdorff,
31. Mai 2016

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Die Monumente

25 Granitsteine in unterschiedlichen Höhen – bis zu 3,5 Meter – sind im Park verteilt. Für jedes der versenkten Kriegsschiffe steht ein Stein an der Position, an der sich das Wrack heute auf dem Meeresboden befindet.

Klicken Sie auf die Zeichnung unten, um mehr über die einzelnen Denkmäler zu erfahren.

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Sea War Museum

Hinter dem Gedenkpark für die Skagerrakschlacht steht auch der Mann hinter dem Sea War Museum – der Taucher und Unternehmer Gert Normann Andersen aus Holstebro. Im Laufe der Jahre hat er Tausende von Gegenständen vom Meeresgrund geborgen und das Schlachtfeld so genau „kartiert“, dass man heute sehr präzise weiß, wo jedes der 25 versenkten Schiffe liegt.

Einige der geborgenen Fundstücke kamen ins Strandingsmuseum in Thorsminde, andere bewahrte er in seinem Unternehmen JD-Contractor A/S in Holstebro auf. Etwa 2012 entschloss er sich, die Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Als die Stadt Thyborøn ihm einige der sogenannten „Roten Häuser“ zur Verfügung stellte, gründete er das heutige Sea War Museum direkt am Meer in Thyborøn.

Zweck dieses einzigartigen Museums ist es, die Seekriegsgeschichte in der Nordsee während des Ersten Weltkriegs zu erforschen und bekannt zu machen. Es erzählt dramatische Geschichten aus der Skagerrakschlacht, veranschaulicht durch originale Fundstücke. Angeschlossen an das Museum ist ein marines archäologisches Zentrum mit einem maritimen Archiv und einer Forschungsbibliothek, die sowohl Fachleuten als auch Laien zur Verfügung stehen soll.

Sea War Museum Jutland im Vordergrund, mit dem Gedenkpark und der Nordsee im Hintergrund.

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